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Land Oberösterreich Langtitel Verordnung der Oö. Landesregierung vom 24. Oktober 1983 betreffend Durchführungsbestimmungen zum Oö. Fischereigesetz (Oö. Fischereiverordnung) StF: LGBl.Nr. 97/1983 Änderung idF: LGBl.Nr. 50/1987 LGBl.Nr. 12/1992 LGBl.Nr. 24/1992 LGBl.Nr. 63/1996 LGBl.Nr. 76/1998 LGBl.Nr. 107/2001 LGBl.Nr. 83/2004 LGBl.Nr. 18/2006 Präambel/Promulgationsklausel Auf Grund der §§ 7 Abs. 10, 10 Abs. 1, 21, 22 Abs. 4, 25 Abs. 3, 26 Abs. 3, 31 Abs. 1 und 32 Abs. 5 lit. b des Oö. Fischereigesetzes, LGBl.Nr. 60/1983, in der Fassung des Landesgesetzes LGBl.Nr. 16/1990 wird verordnet:
I. ABSCHNITT Fischereibuch
§ 1 Hauptbuch
(1) Dem Hauptbuch ist ein Übersichtsplan über die Gewässer im Maßstab 1 : 20.000 sowie ein Gewässerverzeichnis nach dem Muster der Anlage 1 voranzustellen, welches in alphabetischer Reihenfolge und fortlaufend numeriert die einzelnen Fischwässer (Gewässer) unter Angabe der Ordnungsnummer der jeweils dazugehörenden A- und B-Blätter enthält. Besitzt ein Fischwasser (Gewässer) mehrere Benennungen, so sind die Eintragungen unter dem in den jeweils neuesten staatlichen Landkarten verwendeten Namen vorzunehmen. Bei den sonst gebräuchlichen Namen ist auf die Eintragungen unter diesem Namen zu verweisen. Namenlose Fischwässer (Gewässer) sind im Anschluß an die benannten einzutragen.
(2) Das Hauptbuch selbst ist in Lose-Blatt-Form aus Einlagen zu bilden, die aus je einem A-Blatt und einem B-Blatt nach den Mustern der Anlagen 2 und 3 bestehen.
(3) Die Reihung der A-Blätter erfolgt unter Bedachtnahme auf die Gewässersysteme sowie den Gewässerverlauf und der Folge der einzelnen Fischereirechte entsprechend mit fortlaufender Numerierung (Ordnungsnummer). Im A-Blatt sind die Grundstücksnummern des Fischwassers (Gewässers) und dessen Begrenzung, gegebenenfalls auch die ortsübliche Benennung anzugeben; bei Gerinnen ferner die Länge und durchschnittliche Breite, bei Wasseransammlungen die Fläche.
(4) Die Eintragung der Fischereiberechtigten einschließlich der dazugehörenden Angaben erfolgt im B-Blatt, das dem jeweiligen A-Blatt unmittelbar anzuschließen und mit derselben Ordnungsnummer zu versehen ist. Bestehen an einem Fischwasser (Gewässer) mehrere Fischereiberechtigte, so ist für jeden Fischereiberechtigten ein eigenes B-Blatt anzulegen, dem zusätzlich zur Ordnungsnummer eine Subzahl zu geben ist. Der für die Berechtigung maßgebliche Rechtstitel ist anzuführen. Im Falle der Verpachtung ist auch der Pächter und gegebenenfalls die gemäß § 6 Abs. 3 Oö. Fischereigesetz namhaft gemachte Person, bei Verwaltung der Verwalter gemäß § 4 Abs. 7 Oö. Fischereigesetz anzuführen. Weiters sind auch die im Falle einer Überfischung getroffenen Maßnahmen, wie Beschränkung oder Untersagung der Lizenzausgabe sowie Untersagung der Befischung überhaupt, unter Angabe des zugrundeliegenden Bescheides sowie der Dauer der Beschränkung im B-Blatt ersichtlich zu machen.
(5) Die Eintragungen im Hauptbuch haben in Maschinschrift zu erfolgen. § 2 Urkundensammlung
(1) Bei den in die Urkundensammlung aufzunehmenden Urkunden muß es sich um Originalurkunden oder beglaubigte Abschriften handeln. Aufzunehmen sind alle den Bestand oder den Umfang eines Fischereirechtes berührenden Urkunden (wie Kauf-, Übergabe-, Schenkungs-, Tausch-, Pachtverträge, Einantwortungsurkunden, gerichtliche und behördliche Entscheidungen bzw. Verfügungen u.dgl.). (2) Die Aufnahme hat in Umschlägen nach dem Muster der Anlage 4 zu erfolgen. Die Umschläge sind mit der Ordnungsnummer, gegebenenfalls auch der Subzahl der Eintragung im A- bzw. B-Blatt des Hauptbuches zu versehen und in deren Reihenfolge aufzubewahren. § 3 Verzeichnis des Fischereiberechtigten
(1) Das Verzeichnis der Fischereiberechtigten ist in Form einer alphabetisch geordneten Kartei aus halbsteifen Blättern nach den Mustern der Anlagen 5 bis 7 zu führen. Das Verzeichnis besteht aus losen halbsteifen Karteiblättern in der Größe DIN A 5 und hat für den Fischereiberechtigten die Farbe blau, für den Pächter die Farbe gelb sowie für den Verwalter die Farbe rot. (2) In dieses Verzeichnis sind in Maschinschrift die Fischereiberechtigten, Pächter und Verwalter mit Namen und Anschrift einzutragen. (3) Auf die dazugehörenden Eintragungen im A- und B-Blatt des Hauptbuches ist durch Angabe der Ordnungsnummern, gegebenenfalls auch der Subzahlen hinzuweisen. II. ABSCHNITT Fischerlegitimationen
§ 4 Fischerkarte, Fischergastkarte, Lizenz
(1) Die Fischerkarten, Fischergastkarten sowie die Lizenzformulare mit den einzelnen Lizenzen sind nach den Mustern der Anlagen 8 bis 10 auszustellen. Die Fischerkarte besteht aus Schreibleinen in hellblauem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und ist einmal gefaltet. Die Fischergastkarte besteht aus Karton in beigem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und ist einmal gefaltet. Das Lizenzformular besteht aus einem Deckblatt aus Karton in hellgrünem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und eingehefteten Seiten. Das Deckblatt ist einmal gefaltet. In das Deckblatt eingeheftet sind insgesamt 11 Seiten mit der fortlaufenden Nummerierung 3 bis 13. Die Seiten 4 bis 12 dienen für die Ausstellung der einzelnen Lizenzen. (Anm: LGBl.Nr. 24/1992, 83/2004)
(2) Ausgestellte Lizenzformulare, in denen bereits eine oder mehrere Lizenzen erteilt wurden, sind im Rahmen ihrer Gültigkeitsdauer auch für die Ausstellung weiterer Lizenzen zu verwenden.
III. ABSCHNITT Ersatz des Nachweises der fischereilichen Eignung
§ 5 Einschlägige Berufsausbildung
Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Fischereigehilfen oder zum Fischereimeister (§ 15 Abs. 6 und § 16 Abs. 5 der Oö. Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsordnung 1967, LGBl.Nr. 53), die erfolgreiche Absolvierung des Diplomstudiums der Studienrichtung Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien, der mit der erfolgreichen Ablegung der Reifeprüfung abgeschlossene Besuch einer höheren Lehranstalt für Forstwirtschaft, der erfolgreiche Besuch des Freigegenstandes "Jagd und Fischerei" an einer höheren landwirtschaftlichen Lehranstalt oder von Lehrveranstaltungen über Limnologie, Fischereibiologie, Fischereiwirtschaft, Fischzucht, Hydrobiologie oder Fischkunde an einer Universität gelten als einschlägige Berufsausbildung im Sinne des § 22 Abs. 3 lit. a des Oö. Fischereigesetzes. (Anm: LGBl.Nr. 50/1987) IV. ABSCHNITT Fischereischutz
§ 6 Dienstausweis und Dienstabzeichen
(1) Die von der Behörde betrauten und angelobten Fischereischutzorgane haben bei Ausübung ihres Dienstes den von der Behörde nach dem Muster der Anlage 11 ausgestellten Dienstausweis mit sich zu führen und auf Verlangen vorzuweisen. Der Dienstausweis besteht aus Schreibleinen in hellgrauem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und ist einmal gefaltet. (2) Die in Abs. 1 genannten Personen haben bei Ausübung ihres Dienstes auch das in der Anlage 12 dargestellte und beschriebene Dienstabzeichen deutlich sichtbar auf der linken Brustseite zu tragen. § 7 Fischereischutzprüfung; Prüfungskommission
(1) Die Fischereischutzprüfung ist vor einer beim Amt der Oö. Landesregierung einzurichtenden Prüfungskommission abzulegen.
(2) Die Prüfungskommission besteht aus einem rechtskundigen Bediensteten des Amtes der Landesregierung als Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied, das fachkundig sein muß.
(3) Die Mitglieder der Prüfungskommission sind von der Landesregierung auf die Dauer von vier Jahren zu bestellen. Scheidet ein Mitglied der Prüfungskommission vorzeitig aus, so ist für die restliche Dauer der vierjährigen Funktionsperiode ein neues Mitglied zu bestellen.
(4) Zur Vertretung der Mitglieder der Prüfungskommission ist die erforderliche Anzahl von Ersatzmitgliedern zu bestellen. Die Bestimmungen der Abs. 2 und 3 gelten sinngemäß. § 8 Prüfungsstoff
Der Prüfungswerber hat bei der Prüfung ausreichende Kenntnisse in folgenden Prüfungsgegenständen nachzuweisen: a) Fischkunde; b) Fischhege; c) Regeln der Weidgerechtigkeit; d) Rechtsvorschriften, die die Ausübung der Fischerei regeln; e) Rechtsvorschriften über den Fischereischutz sowie die Rechte und Pflichten der Fischereischutzorgane. § 9 Ausschreibung der Prüfungstermine
(1) Die Fischereischutzprüfung ist nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Kalenderjahr auszuschreiben. Die Prüfungstermine sind vom Vorsitzenden der Prüfungskommission festzusetzen. (2) Um die Zulassung zur Prüfung ist bei der Landesregierung schriftlich anzusuchen, die darüber bescheidmäßig zu entscheiden hat. Zur Prüfung dürfen nur Personen zugelassen werden, die das 19. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Jahren im Besitz einer Fischerkarte sind. (3) Die zur Prüfung zugelassenen Personen sind mindestens vier Wochen vor dem festgesetzten Prüfungstermin unter Angabe des Prüfungsortes nachweislich zur Prüfung zu laden. Prüfungswerber, die zur Prüfung nicht antreten, müssen, wenn sie die Prüfung zu einem späteren Termin ablegen wollen, erneut um Zulassung zur Prüfung ansuchen.
§ 10 Durchführung der Prüfung
(1) Die Fischereischutzprüfung ist öffentlich. (2) Die Fischereischutzprüfung ist mündlich abzulegen. Die mündliche Prüfung eines Prüfungswerbers darf insgesamt nicht länger als eine Stunde dauern. (3) Der Vorsitzende der Prüfungskommission leitet die Prüfung. Er hat dafür zu sorgen, daß die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Prüfungswerber, die sich ordnungswidrig verhalten, hat er nach erfolgter Ermahnung erforderlichenfalls von der Prüfung auszuschließen. (4) Tritt ein Prüfungswerber während der Prüfung zurück oder wird er von der Prüfung ausgeschlossen, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. (5) Auf Grund des Ergebnisses hat die Prüfungskommission in nicht öffentlicher Beratung zu entscheiden, ob der Prüfungswerber die Prüfung bestanden hat oder nicht. Im Zweifel gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. (6) Das Ergebnis der Beratung ist dem Prüfungswerber vom Vorsitzenden der Prüfungskommission bekanntzugeben. (7) Über den Verlauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu führen, in der jedenfalls der Tag der Prüfung, die Zusammensetzung der Prüfungskommission, die Personalien der Prüfungswerber und das Ergebnis der Beratung festzuhalten sind. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterfertigen. (8) Die Prüfung darf jeweils erst nach Ablauf von sechs Monaten wiederholt werden. § 11 Prüfungszeugnis
Den Prüfungswerbern, die die Prüfung bestanden haben, ist ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 13 auszustellen. V. ABSCHNITT Heimische Wassertiere, Schonzeiten und Mindestfangmaße
§ 12 Allgemeine Bestimmungen
(1) Die nachstehend genannten Wassertiere (Fische, Krustentiere und Muscheln) gelten als heimisch. Für sie werden - soweit sie sich in Fischwässern befinden - folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße festgesetzt: Wassertier | Schonzeit | Mindestfangmaß | | | | | | | A. Familie: Neunaugen | | | (Petromyzonidae) | | | 1. Bachneunauge | | | (Lampetra planeri Bloch) | ganzjährig geschont | | 2. Ukrainisches Bachneunauge | | | (Eudontomyzon mariae) | ganzjährig geschont | | 3. Donauneunauge | | | (Eudontomyzon danfordi L.) | ganzjährig geschont | | | | | B. Familie: Störe | | | (Acipenseridae) | | | Sterlet | | | (Acipenser ruthenus L.) | 1. Mai – 30. Juni | 45 cm | | | | C. Familie: Forellenartige | | | (= Lachsartige) Fische | | | (Salmonidae) | | | 1. Bachforelle | | | (Salmo trutta forma fario L.) | 16. Sept. – 15. März | 22 cm | 2. Seeforelle | | | (Salmo trutta forma | | | lacustris L.) | 16. Sept. – 15. März | 50 cm | 3. Regenbogenforelle | | | (Oncorhynchus mykiss Walb.) | 1. Dez. – 15. März | 22 cm | 4. Huchen | | | (Hucho hucho L.) | 16. Febr. – 15. Mai | 75 cm | 5. Seesaibling | | | (Salvelinus alpinus L.) | 16. Sept. – 15. März | 25 cm | 6. Bachsaibling | | | (Salvelinus fontinalis Mitch.) | 16. Sept. – 15. März | 22 cm | 7. Äsche | | | (Thymallus thymallus L.) | 1. März – 30. April | 30 cm | 8. Reinanke, Maräne | | | (Coregonus sp.) | 16. Okt. – 31. Dez. | 30 cm | | | | D. Familie: Karpfenfische | | | (Cyprinidae) | | | 1. Brachsen | | | (Abramis brama L.) | 1. Mai – 31. Mai | 25 cm | 2. Zope | | | (Abramis ballerus L.) | ganzjährig geschont | | 3. Zobel | | | (Abramis sapa Pallas) | 1. April – 31. Mai | 25 cm | 4. Russnase, Blaunase oder | | | Zährte | | | (Vimba vimba L.) | 16. April – 31. Mai | 25 cm | 5. Laube oder Ukelei | | | (Alburnus alburnus L.) | 16. Mai – 30. Juni | kein | 6. Seelaube oder Mairenke | | | (Chalcalburnus chalcoides | | | mento) | 16. Mai – 30. Juni | 20 cm | 7. Schneider | | | (Alburnoides bipunctatus L.) | ganzjährig geschont | | 8. Rapfen oder Schied | | | (Aspius aspius L.) | 16. April – 31. Mai | 40 cm | 9. Barbe | | | (Barbus barbus L.) | 1. Mai – 15. Juni | 30 cm | 10. Semling | | | (Barbus petenyi) | ganzjährig geschont | | 11. Güster oder Blikke | | | (Blicca björkna L.) | 1. Mai – 31. Mai | kein | 12. Karausche | | | (Carassius carassius L.) | ganzjährig geschont | | 13. Giebel | | | (Carassius auratus gibelio) | 1. Mai – 31. Mai | kein | 14. Nase | | | (Chondrostoma nasus L.) | 16. März – 31. Mai | 30 cm | 15. Karpfen | | | (Cyprinus carpio L.) | 1. Mai – 31. Mai | 35 cm | 16. Gründling | | | (Gobio gobio L.) | 1. Mai – 31. Mai | kein | 17. Weißflossiger Gründling | | | (Gobio albipinnatus Lukasch) | 1. Mai – 31. Mai | kein | 18. Kessler Gründling | | | (Gobio kessleri) | ganzjährig geschont | | 19. Steinkreßling | | | (Gobio uranoscopus Ag.) | ganzjährig geschont | | 20. Seider oder Nerfling | | | oder Aland | | | (Leuciscus idus L.) | ganzjährig geschont | | 21. Moderlieschen | | | (Leucaspius delineatus Heckel) | ganzjährig geschont | | 22. Hasel | | | (Leuciscus leuciscus L.) | 16. März – 15. Mai | kein | 23. Frauennerfling | | | (Rutilus pigus virgo Heckel) | ganzjährig geschont | | 24. Perlfisch | | | (Rutilus frisii meidingeri | | | Heckel) | ganzjährig geschont | | 25. Ziege oder Sichling | | | (Pelecus cultratus L.) | ganzjährig geschont | | 26. Elritze oder Pfrille | | | (Phoxinus phoxinus L.) | 1. April – 31. Mai | kein | 27. Bitterling | | | (Rhodeus sericeus amarus | | | Bloch) | ganzjährig geschont | | 28. Rotauge oder Plötze | | | (Rutilus rutilus L.) | 1. April – 31. Mai | 15 cm | 29. Rotfeder | | | (Scardinius erythropthalmus L. | ) 1. April – 31. Mai | 15 cm | 30. Aitel oder Döbel | | | (Leuciscus cephalus L.) | keine | kein | 31. Strömer | | | (Leuciscus souffia agassizi | | | Cuv. & Val) | ganzjährig geschont | | 32. Schleie | | | (Tinca tinca L.) | 16. Mai – 30. Juni | 25 cm | 33. Pseudokeilfleckbarbe | | | (Pseudorasbora parva) | keine | kein | | | | E. Familie: Grundeln | | | (Gobiidae) | | | 1. Marmorierte Meergrundel | | | (Proterhorinus marmoratus | | | Pallas) | 16. März – 30. Juni | kein | 2. Kessler Grundel | | | (Neogobius kessleri) | 16. März – 30. Juni | kein | | | | F. Familie: Bartgrundeln | | | (Balitoridae) | | | | | | Bartgrundel oder Bachschmerle | | | (Barbatula barbatula) | 1. März – 31. Mai | kein | | | | G. Familie: Schmerlen | | | (Cobitidae) | | | 1. Steinbeißer | | | (Cobitis taenia L.) | ganzjährig geschont | | 2. Schlammpeitzger | | | (Misgurnus fossilis L.) | ganzjährig geschont | | | | | H. Familie: Welse | | | (Siluridae) | | | Wels | | | (Silurus glanis L.) | 1. Juni – 30. Juni | 60 cm | | | | I. Familie: Aale | | | (Anguillidae) | | | Aal | | | (Anguilla anguilla L.) | keine | kein | | | | J. Familie: Hechte | | | (Esocidae) | | | Hecht | | | (Esox lucius L.) | 1. Febr. – 30. April | 50 cm | | | | K. Familie: Hundsfische | | | (Umbridae) | | | Hundsfisch | | | (Umbra krameri Fitz.) | ganzjährig geschont | | | | | L. Familie: Barsche | | | (Percidae) | | | 1. Kaulbarsch | | | (Gymnocephalus cernua L.) | keine | 10 cm | 2. Schrätzer | | | (Gymnocephalus schraetser L.) | ganzjährig geschont | | 3. Streber | | | (Zingel streber L.) | ganzjährig geschont | | 4. Zingel | | | (Zingel zingel L.) | 1. April – 31. Mai | 20 cm | 5. Zander | | | (Stizostedion | | | lucioperca L.) | 1. April – 31. Mai | 40 cm | 6. Flussbarsch oder Barsch | | | (Perca fluviatilis L.) | keine | kein | | | | M. Familie: Groppen | | | (Cottidae) | | | Groppe oder Koppe | | | (Cottus gobio L.) | 1. Febr. – 30. April | kein | | | | N. Familie: Stichlinge | | | (Gasterosteidae) | | | Dreistachliger Stichling | | | (Gasterosteus aculeatus L.) | 1. Mai – 30. Juni | kein | | | | O. Familie: Schellfische | | | (Gadidae) | | | Aalrutte oder Quappe | | | (Lota lota L.) | 1. Dez. – 31. Jänner | 35 cm | | | | P. Krustentiere | | | (Crustacea) | | | 1. Edelkrebs männl. | 1. Okt. – 31. Mai | 12 cm | (Astacus astacus L.) weibl. | ganzjährig geschont | | 2. Steinkrebs männl. | 1. Okt. – 31. Mai | 12 cm | (Astacus torrentium | | | Schr.) weibl. | ganzjährig geschont | | 3. Sumpfkrebs männl. | 1. Okt. – 31. Mai | 12 cm | (Astacus lepto dactylus | | | Esch.) weibl. | ganzjährig geschont | | | | | Q. Muscheln | | | (Lamellibranchiata) | | | 1. Flussperlmuschel | | | (Margaritifera | | | margaritifera L.) | ganzjährig geschont | | 2. Flache Teichmuschel | | | (Pseudanodonta | | | complanata L.) | ganzjährig geschont | | 3. Große Teichmuschel | | | (Anodonta cygnea) | ganzjährig geschont | | 4. Teichmuschel | | | (Anodonta anatina) | ganzjährig geschont | | 5. Gemeine Flussmuschel | | | (Unio crassus Philipsson) | ganzjährig geschont | | 6. Aufgeblasene Flussmuschel | | | (Unio tumidus) | ganzjährig geschont | | 7. Malermuschel | | | (Unio pictorum) | ganzjährig geschont. | | | (Anm: LGBl.Nr. 12/1992, 63/1996, 76/1998, 107/2001) | | |
(2) Wassertiere, die während der Schonzeit oder ohne das Mindestfangmaß erreicht zu haben in die Gewalt des Fischers gelangen, sind sofort in das Fischwasser zurückzusetzen.
(3) Die in den einzelnen Fischereiordnungen festgesetzten Schonzeiten und Mindestfangmaße werden durch die Bestimmung des Abs. 1 nicht berührt.
§ 13 Besondere Bestimmungen
(1) Für die Grenzgewässer der Salzach von der Landesgrenze zwischen den Ländern Oberösterreich und Salzburg bis zur Einmündung in den Inn gelten abweichend von § 12 Abs. 1 folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße: Wassertier | Schonzeit | Mindestfangmaß | | | | Forellen-(Lachs-)artige Fische | | Seeforelle | 1. Okt. - 31. Dez. | 60 cm | Bachforelle | 1. Okt. - 28. Febr. | 26 cm | Regenbogenforelle | 15. Dez. - 15. April | 26 cm | Bachsaibling | 1. Okt. - 28. Febr. | 20 cm | Äsche | | 33 cm | | | | Hechte | | | Hecht | keine Schonzeit | kein Mindestfangmaß | | | | Barsche | | | Zander (Schill) | 15. März - 30. April | 50 cm | | | | Karpfenfische | | | Schleie | keine Schonzeit | | Brachse | keine Schonzeit | | Näsling | keine Schonzeit | | | Rotauge | keine Schonzeit | |
(2) Für alle übrigen Grenzgewässer zur Bundesrepublik Deutschland gelten abweichend von § 12 Abs. 1 folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße: Wassertier | Schonzeit | Mindestfangmaß | | | | Forellen(lachs)artige Fische | | | Bachforelle | | 26 cm | Regenbogenforelle | keine | 26 cm | Huchen | 15.2. ・31.5. | | Bachsaibling | | 26 cm | Äsche | | 35 cm | | | | Karpfenfische | | | Brachse | keine | kein | Zobel | keine | kein | Barbe | | 38 cm | Nase | keine | | Karpfen | | 30 cm | Seider oder Nerfling | | | oder Aland | 1.5. ・31.5. | 35 cm | Aitel oder Döbel | | 25 cm | Schleie | | 26 cm | | | | Welse | | | Wels | keine | 70 cm | | | | Hechte | | | Hecht | 15.2. ・31.5. | | | | | Barsche | | | Zander | 15.2. ・31.5. | 50 cm | | (Anm: LGBl.Nr. 107/2001) | | |
(3) Für die Grenzgewässer 1. Enns, vom Beginn der gemeinsamen Landesgrenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich in der Stadtgemeinde Steyr bis zur Mündung in die Donau, einschließlich des Ennshafens, und 2. Donau, einschließlich ihrer Altarme und Ausstände, von Stromkilometer 2110,9 bis zum Ende der gemeinsamen Landesgrenze mit Niederösterreich in der Gemeinde St. Nikola bei Stromkilometer 2067,930 (Einmündung des Grenzbaches), gelten abweichend von § 12 Abs. 1 dieser Verordnung sowie § 1 der Donaufischereiordnung, LGBl.Nr. 51/1984, zuletzt geändert mit Verordnung LGBl.Nr. 16/1992, folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße:
Wassertier | Schonzeit | Mindestfangmaß | | | | Forellen-(Lachs-)artige Fische | | Bachforelle | | 25 cm | Regenbogenforelle | 1.1. ・15.3. | 25 cm | Huchen | 1.3. ・31.5. | | Seesaibling | | 28 cm | Maräne | | 30 cm | | | | Barsche | | | Kaulbarsch | 1.4. ・31.5. | | Flussbarsch | 1.3. ・31.5. | | | | | Karpfenfische | | | Zobel | 15.4. ・31.5. | | Russnase | | 30 cm | Barbe | 1.5. ・15.6. | | Giebel | keine | | Nase | | 35 cm | Karpfen | keine | 40 cm | Schleie | | 30 cm | | | | Grundeln | | | Marmorierte Meergrundel | keine. | | | (Anm: LGBl.Nr. 18/2006) | | |
§ 13a Netzfischfang; Legschnüre
In der Zeit vom 1. April bis 31. Mai ist in den fließenden Taggewässern samt ihren Altarmen und Begleitgerinnen das Fischen mit Stellnetzen, Zugnetzen, Daubeln, Reusen und Legschnüren verboten.
(Anm: LGBl.Nr. 50/1987) VI. ABSCHNITT Schlußbestimmung
§ 14 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1984 in Kraft. |